| Vertrag zum -Tourismusbarometer Saarland Der Präsident der Sparkassen-Finanzgruppe Saar, Karl-Heinz Trautmann, und der Wirtschaftsminister des Saarlandes, Dr. Hanspeter Georgi, haben heute ein Abkommen zur Einführung des Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland unterschrieben. Das Tourismusbarometer ermöglicht eine permanente Beobachtung und Bewertung der Tourismusentwicklung im Saarland. Es schließt bestehende Informationslücken der amtlichen Statistik durch eine systematische Marktforschung. Gleichzeitig schafft es bessere Entscheidungshilfen für potenzielle Investoren, indem es Qualitätsanalysen durchführt und die Ergebnisse mit denjenigen anderer Tourismusanbieter vergleicht. Sich abzeichnende Trends werden so frühzeitig erkannt. Außerdem bietet das Sparkassen-Tourismusbarometer die Möglichkeit, getätigte Investitionen im Nachhinein auf ihren Erfolg hin zu überprüfen. Wirtschaftsminister Dr. Georgi hält das Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland für geeignet, eine bessere Positionierung im internationalen Wettbewerb für den Saarland-Tourismus zu erreichen. "Mit den Informationen werden kleinere und mittlere Unternehmen der Tourismuswirtschaft in die Lage versetzt, marktorientiert zu arbeiten und im nächsten Schritt mehr Arbeitsplätze zu schaffen", erklärte der Minister. Verbandspräsident Trautmann geht davon aus, dass bei der erhofften Steigerung der Investitionsbereitschaft die Kreditanfragen beim Marktführer Sparkassen zahlenmäßig ansteigen werden. Auch dann werden sich die Sparkassen als verlässlicher Partner des Mittelstands beweisen. Aber auch für die Sparkassenorganisation selbst sieht Trautmann Vorteile: Indem erstmals qualifizierte Daten für diese Branche zur Verfügung gestellt werden, können Kreditengagements objektiver als bisher beurteilt werden; das Risiko eines Kreditausfalles wird verbessert. Das Instrument nutzt somit nach Überzeugung der beiden Vertragspartner gleichermaßen Investoren, Geldgebern und politischen Entscheidungsträgern. Die fachliche Durchführung des Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland erfolgt durch die dwif-Consulting GmbH (Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr), Berlin, die das Instrument 1998 zusammen mit dem Ostdeutschen Sparkassen- und Giroverband entwickelt hat. Von diesem hat der Sparkassen- und Giroverband Saar die Nutzungslizenz für die Dauer von drei Jahren erworben. Durch die Vereinbarung zwischen Ministerium und Sparkassenverband hat sich das "Verbreitungsgebiet" des Sparkassen-Tourismusbarometer nochmals vergrößert: Außer in den ostdeutschen Bundesländern findet das Instrument in Niedersachsen und Schleswig-Holstein Anwendung. Die beteiligten Regionen werden im Übrigen eng zusammen arbeiten, um den Tourismus-Standort Deutschland insgesamt zu stärken. Ein neunköpfiger Fachbeirat legt die regionalen Themenschwerpunkte fest. Ihm gehören neben Vertretern der beiden Auftraggeber auch ein Landrat sowie jeweils ein Vertreter der Tourismus Zentrale Saarland GmbH, des regionalen DeHoGa-Verbandes, der IHK des Saarlandes und der Geschäftsführer der dwif Consulting GmbH an. Die konstituierende Sitzung des Fachbeirates wird unmittelbar im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung stattfinden. Zunächst wird es darum gehen, die thematischen Schwerpunkte für 2004 fest zu legen und eine größere Zahl von "Wetterstationen" einzurichten. Hierbei handelt es sich um touristisch interessante Plätze von hervorgehobener Bedeutung, an denen u.a. eine systematische Besucherzählung möglich ist. Mit ersten Ergebnissen des Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland ist im Frühsommer 2005 zu rechnen. Saarbrücken, 1. Juni 2004 |